Kirche unter Corona Bedingungen

Das Coronavirus“ hat unser Leben und Miteinander stark durcheinandergewirbelt. Seit Frühjahr müssen wir mit einigen Einschränkungen umgehen und diese in unser Leben integrieren. Ein für uns alle unbekannter und unerwarteter Lockdown hat uns ausgebremst - privat, beruflich und natürlich auch kirchlich.


Anfang Mai hatten wir unsere erste Ältesten-Sitzung unter Coronavorgaben, um zu entscheiden, ob und wie wir wieder Gottesdienst feiern können. Die Richtlinien waren sehr streng und haben unseren Handlungsspielraum stark eingeschränkt. Kein gemeinsames Singen, Beten und Abendmahl feiern, dafür 30-minütige Andachten, Abstand halten, Masken, Desinfektion, Platz anweisen.

  • · Wie können wir die Vorgaben der Landeskirche umsetzen?
  • · Was müssen wir alles beachten, um uns und andere nicht zu gefährden?
  • · Können wir die Verantwortung übernehmen, Gottesdienst zu feiern?
  • · Wer kommt zu den Gottesdiensten? Und ist das nicht gerade die Personengruppe, die geschützt werden muss?
  • · Können wir überhaupt Gottesdienst feiern, da Pfarrer Knöbl, aber auch die Kirchendiener zur Risikogruppe gehören?

Es war nicht einfach, es gab sehr kontroverse und auch lange Diskussionen. Wir haben abgestimmt und uns darauf geeinigt, dass wir im 14-tägigen Wechsel Andacht feiern (von Kirchenältesten gehalten) bzw. die Kirche fürs stille Gebet öffnen. Für jede Kirche haben wir ein Hygienekonzept erarbeitet.

Wir haben es ausprobiert und uns zur nächsten Sitzung getroffen. Hat es funktioniert? Halten sich alle an das erarbeitete Hygienekonzept? Wie fühlt es sich an?

Pfingsten stand vor der Tür, und JA, wir machen weiter. Immer unter der Voraussetzung, dass das Hygienekonzept eingehalten wird. Pfarrer Knöbl möchte die Gottesdienste leiten und hat dafür Unterstützung vom Ältestenkreis.

Ab Ende Juli bis Mitte September wurde in Steinbach die Kirche renoviert, so dass wir wöchentlich Andacht in Sinzheim gefeiert haben.

In unserer letzten Sitzung im September haben wir die weiteren Gottesdienste geplant und halten uns an die „gewohnte“ Regelung.
1. und 3. Sonntag in beiden Gemeinden, am 2. Sonntag in Steinbach und am 4. Sonntag in Sinzheim. Da weiterhin nur 30-minütige Gottesdienste erlaubt sind, haben wir uns auf 10 Uhr bzw. 10.45 Uhr geeinigt.

Nachdem sich nun die Zahlen, auch hier bei uns,  besorgniserregend verändern, gibt es von der Landeskirche strengere Vorgaben.

Der Ältestenkreis ist sich sicher: Wir wollen weiterhin Gottesdienste feiern.  Um dies gewährleisten zu können,  müssen wir alle Vorgaben einhalten. Dafür stehen wir mit einer Unterschrift jeden Sonntag in der Verantwortung.

Es stehen einige Gottesdienste vor der Tür, die wir gerne wie immer feiern würden. Unter den gegebenen Umständen mussten wir auch hierfür Regelungen finden.
Teilweise werden wir an andere Orte ausweichen müssen. Bitte beachten Sie hierzu aktuelle Ankündigungen. In den katholischen Kirchen müssen wir dann natürlich die dortigen Hygienekonzepte einhalten.

Wir möchten Sie eindringlich um Ihre Mithilfe bitten:

  • · In der Kirche besteht Mund-Nasen-Masken-Pflicht
  • · Am Eingang muss Name und Telefonnummer in ein Formular eingetragen werden. Diese Angaben werden 4 Wochen aufbewahrt und bei Bedarf ans Gesundheitsamt abgegeben.
  • · Abstand halten; vor, in und nach der Kirche
  • · Nur den Platz benutzen, der zugewiesen wird – das Wechseln des Platzes ist nicht vorgesehen, da die Bank sonst desinfiziert werden muss.
  • · Hinweise, vom Ordner oder auf Plakaten, sind einzuhalten.
  • · Bitte Desinfektionsmittel verwenden.

Unsere Gemeinde lebt vom Miteinander. Aber Gottesdienste können wir nur feiern, wenn wir uns und andere schützen und diese Vorgaben einhalten.